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09. August 2022
Media Research & Development, Media Trends

Digital kalkuliert ist halb gewonnen - Medienkalkulation leicht gemacht

Digital kalkuliert ist halb gewonnen -
Medienkalkulation leicht gemacht

Foto: Destina / Adobe Stock

Text: Jessica Weber

Die Excel-Tabelle ist seit vielen Jahren treuer Begleiter der Medienbranche. Doch inzwischen sind die Filmkalkulationen zu detailliert und komplex. Das altbewährte System hinkt den Weiterentwicklungen hinterher. Eine moderne Lösung mit einem verständlichen und übersichtlichen Interface überzeugt vor allem die jungen Content Creators, die mobil, agil und digital am Set arbeiten und sich von langen Tabellen verabschieden möchten.

Bei der Produktion eines Bewegtbildes gibt es, je nach Art des Films, erhebliche Unterschiede in Qualität, Quantität und Kosten. Eine Kinoproduktion, beispielsweise, reist mit einer ganzen Schar an Mitarbeiter:innen zum Set. Ein kleiner Imagefilm wiederum, der nur auf Social Media gestreut werden soll, kommt gut und gerne mit weniger als fünf Teammitgliedern aus.

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Der schmale Kostengrat

Doch eines haben alle Produktionen, egal ob groß oder klein, gemeinsam: Sie müssen ordentlich und detailliert kalkuliert worden sein, bevor sie in den Dreh gehen. Besonders große Filmproduktionen müssen viele Punkte beachten. Eine Filmkalkulation ist immer knapp bemessen und beinhaltet alle Kosten, die in den drei übergeordneten Herstellungsphasen (Vorproduktion, Dreh und Postproduktion) entstehen. Die Kostenkalkulation setzt die Parameter eines Drehs. Welche und wie viele Talents können gebucht werden? Wie lautet das Drehkonzept? Wie viele Teammitglieder werden vor Ort benötigt?

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Um diese Fragen zu beantworten, unterstützen professionelle Kalkulationsprogramme mit Hilfe von vorgefertigten Templates. Doch die Softwarelösungen sind veraltet, unübersichtlich und stützen sich komplett auf Excel. Die Folge sind lange Formeleingaben, die häufig in Rechenfehler oder lückenhafte Auflistungen resultieren. Im Gegensatz zu einer digitalen Webanwendung lässt sich Excel zudem schwer in andere Formate konvertieren oder mobil darstellen. Dabei ist gerade eine Ausspielung auf dem Tablet oder dem Smartphone immer wichtiger, da junge Content Creators fast ausschließlich mobil und digital arbeiten.

Grüne Zahlen

Digitale, papierlose Lösungen sind heutzutage wichtiger denn je. Auch Filmproduzent:innen widmen sich dem globalen Thema Nachhaltigkeit. Ab dem Jahr 2023 sollen grüne Drehs in Deutschland Pflicht werden. Somit muss extra Budget eingeplant werden, um einen nachhaltigen Dreh zu garantieren. Recyclebare Requisiten für Filmsets, der Einsatz von Naturkosmetik oder die Verwendung von wiederverwertbarem Geschirr beim Catering sind nur drei der Punkte, die bei einer Produktion beachtet werden müssen, um den ökologischen Fußabdruck zu garantieren.

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Diese Kosten müssen transparent aufgeführt und eingetragen werden, um ein Green Shooting nachzuweisen. Eine nutzerfreundliche Webanwendung ist ideal für die Pflege der Daten, vor allem, wenn die Filmschaffenden die Positionen neu anlegen. Auf diese Weise vermeiden sie Formelfehler und gewährleisten eine schnelle und einfache Übersicht der nachhaltigen Kalkulationsposten.

Von Quantität und Qualität

Während für Kinoproduktionen SESAM KALK als Kalkulationstool entwickelt wurde, warten gängige Image-und Werbefilme, die mit kleinerem Budget und anderen Anforderungen drehen, noch auf eine digitale Lösung. Werbe- oder Imagefilme stehen den großen Projekten zwar qualitativ in nichts nach, stellen sich als Drehteam aber anders auf. Die komplette Organisation eines Projekts liegt nicht selten in der Hand einer einzigen Person. Ein:e Producer:in muss nicht nur den Dreh überblicken, sondern vor allem die Kosten.

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Andere wichtige Aufgaben können schnell zur Nebensache werden, wenn man sich im Tabellen-Dschungel mit unzähligen Spalten, Zeilen und Pivots verliert. Zur Entlastung benötigt es ein ausgeklügeltes und moderneres Kalkulationssystem. Zusätzlich entstehen auch immer wieder neue Positionen, die Excel nicht mehr beherbergen kann. Die Berücksichtigung der Künstlersozialkasse oder Arbeitgeberabgaben sind nur zwei der Planungsposten, die in den aktuellen Kalkulations-Templates noch kein vernünftiges Zuhause gefunden haben.

Warum alt, wenn es auch modern sein kann?

Junge Content Creators arbeiten bereits mit den aktuellsten Schnitt- und Bildbearbeitungsprogrammen. Warum sollte also gerade die Kostenkalkulation eine Ausnahme sein? Das haben sich auch Thomas Puls, David Vorkauf und Matthias Werndle von CinemaCalc gefragt. Das Startup hat eine Software zur Kalkulation von vielschichtigen Zahlenebenen entwickelt. Es bedient sich dabei einem einfachen Interface und einer klaren Struktur. Gerade für moderne Film- und Videoproduzent:innen ist solch ein Produkt attraktiv.

Beispielkalkulation von CinemaCalc
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“Unser USP ist recht simpel. Produzent:innen bekommen bei uns eine Kalkulationsumgebung mit bekannter Struktur, die wir in ein modernes Interface übersetzt und in die Cloud verschoben haben. Wichtig war uns, dass auch eine mobile Ausspielung möglich ist, da wir für die neue Generation von Produzent:innen entwickeln.", erklärt David Vorkauf. "Kalkulationen machen nicht immer Freude und zehren oft an den Nerven. Dann soll die Handhabung wenigstens Spaß machen und verständlich sein."

Aus dem Kopf der Profis

David Vorkauf ist selbst junger Filmproduzent im Werbe- und Social Media-Bereich und weiß daher, auf was es ankommt. “Das Design muss ansprechend sein, so dass das Tool ohne Einweisung oder weitere Erklärung sofort genutzt werden kann. Es ist wichtig, dass einzelne Positionen in einer strukturierten Software logisch eingebunden sind. Und der PDF Export soll natürlich so gestaltet sein, dass ich entscheide, welche Positionen ich für die einzelnen Stakeholder ausweise.”, betont er.

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“Nutzerfreundliche Webanwendungen berechnen Videoprojekte unkompliziert und holen dabei die junge, kreative Generation ab.", fügt David Vorkauf hinzu. Eine moderne Webanwendung gewährleistet eine schnelle und ortsunabhängige Nutzung auf jedem Endgerät - sei es Laptop, Tablet oder Smartphone. So können Filmproduzent:innen ihre wertvolle Arbeitszeit in das Projekt selbst investieren und müssen sich nicht um die Richtigkeit der Tabellenformeln sorgen.

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